Jenaer Frühling

Demokratie abschaffen, jetzt!

Eine Woche im Mai 2017 in einem Haus mit Performances, Werkstätten, Video- und Audioinstallationen, Hörspiel, Erfahrungsräumen und Theateraufführungen.

Sind individuelle Freiheit, Freizügigkeit, Bürger- und Menschenrechte oder die gesellschaftliche Vielfalt bedroht durch die keimende Sorge und aufgeblähte Wut von Menschen, die sich vom Neuen, dem Fremden und der Komplexität der Postmoderne überfordert fühlen? 2016 Jahr begannen wir, uns mit dem Begriff Heimat zu beschäftigen. Ist sie der Ort, wo wir herkommen oder der wo wir hinwollen? Was ist uns etwas wert, was verwirrt oder ärgert uns? Gibt es etwas, worin wir uns heimisch fühlen?

Mit dem provokanten Titel schlagen wir die Brücke zu den aktuellen politischen Diskussionen, die von autoritären, völkischen und kriegstreiberischen Tendenzen aufgescheucht sind. Wir probieren den demokratischen Frühling zunächst für uns im Versuchslabor der Kunst zu erforschen.

In mehr als zehn Räumen näherten wir uns vom 15. bis 21. Mai all diesen Fragen an. Unsere Gäste flanierten  an fünf Abenden gemeinsam mit uns und dem Tod – einem Meister aus Deutschland – durch historische Ereignisse, Konflikte, Nachtgedanken, persönliche Erfahrungen … Wir waren immer ausverkauft. Wir sagen danke, sind stolz und gerührt und ein bisschen wehmütig.

Ein Projekt der Offene Montagsgruppe.

 

 

Mit freundlicher Unterstützung von